Chevrolet Camaro – Kult „Muscle Car“ aus Amerika

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Der Chevrolet Camaro zählt zu jenen legendären amerikanischen Autos, die den Mythos der Muscle Cars begründeten. Zusammen mit dem Ford Mustang gilt der Camaro als typischer Vertreter amerikanischer Sportwagen und ist bis heute der automobile Traum zahlreicher Autoliebhaber. Der Camaro wurde auch erfolgreich im Rennsport eingesetzt und diente beim legendären Indianapolis 500 Rennen als Pace Car.

Name mit Klang – bis heute, der Camaro von Chevrolet

Der Camaro wurde in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt, da man bei Chevrolet ein Konkurrenzmodell zum Verkaufsschlager Ford Mustang brauchte. Ebenso wie dieser avancierte der Camaro bald zum Liebling der Amerikaner, da er neben einem ansprechenden Design auch über überzeugende Fahrleistungen verfügte. Von 1966 bis 2002 erschienen vier Generationen des Camaro, bevor dieses Modell eingestellt wurde. Im Jahr 2009 erblickte der Chevrolet Camaro erneut das Licht der Welt und verdreht mit seinem charmanten Retro-Design und kraftvollen Muskeln Kennern rund um den Globus den Kopf.

Im Jahre 1967 betrat ein neuer Star die Bühne – der Chevrolet Camaro bei dem 51st Indianapolis 500 Rennen.

Im Jahr 1966 brachte Chevrolet den ersten Camaro als direkten Konkurrenten zum Ford Mustang auf den US-Markt. Der Camaro wurde als Cabrio sowie Coupé angeboten und sein schnittiges Design ließ automobile Träume wahr werden. Die Motorisierungen des Camaro reichten von bescheidenen 140 PS aus einem 3,8 Liter-Reihensechszylindermotor bis hin zu imposanten 425 PS aus einem 6,5 Liter-V8-Motor. So war für jeden Geschmack etwas passendes dabei und man konnte auf dem Camaro von hart bis zart alle Stücke spielen.

Die Ähnlichkeit zu einem Ford Mustang ist offensichtlich, das Ergebnis in Form des Camaro trotzdem gelungen.

Besonders bekannt ist bis heute das Ausstattungspaket mit dem Code Z28. Dieses umfasste einen speziellen 4,9 Liter-V8-Motor, Scheibenbremsen vorne, Sportfederung sowie ein spezielles 4-Gang-Getriebe. Von dieser Spezialversion des Camaro wurden im Jahr 1967 lediglich 609 Stück produziert. In den Jahren 1968 und 1969 gab es mehrfach optische und technische Überarbeitungen. Bekannte Mängel wie etwa die Federung der Hinterachse wurden behoben und durch verbesserte Komponenten ersetzt.

Chevrolet Camaro mit 7 Liter V8-Power

In dieser Zeit kam auch erstmals der 7 Liter-V8-Motor mit 425 PS zum Einsatz. Besonders interessant ist hier, dass Chevrolet Fahrzeug und Motor damals separat auslieferte und der Motor erst beim Händler in den Wagen eingebaut wurde. Bei den Motoren der ersten Camaro-Generation handelte es sich um großvolumige Reihensechszylinder- bzw. V8-Motoren. Die Gemischaufbereitung erfolgte durch Fallstromvergaser. Mittels 3- bzw 4-Gang-Getriebe oder optional 2-Gang-Automatikgetriebe wurde die Kraft auf die Hinterräder übertragen.

Marketing ist alles! Der Chevrolet Indy 500 Camaro RS/SS aus dem Jahre 1969.

Von 1970 bis 1981 fertigte Chevrolet die zweite Generation des Camaro. Optisch unterschied sich diese Fahrzeuggeneration auf den ersten Blick durch die neu designte, wuchtige Frontpartie von den Vorgängermodellen, wobei es im Laufe der Bauzeit zu mehreren Facelifts kam. Die zweite Camaro-Generation wurde nur als Coupé angeboten, eine Cabrioversion gab es erst wieder in der nächsten Generation. Die Motorisierungsvarianten wurden bis auf den 3,8 Liter-Reihensechszylindermotor von der vorigen Modellreihe übernommen. In den ersten Jahren hielt sich auch Leistungsspektrum in Grenzen, erst 1977 wurde mit dem Z28 wieder eine ernstzunehmende Fahrmaschine angeboten. Vom Handling und der Leistung her war der Z28 der damaligen Corvette ebenbürtig und zusätzlich bestellbare Ausstattungsdetails wie eine Klimaanlage ließen auch einen gewissen Komfort nicht vermissen.

Dritte Generation des Camaro ab 1982

Im Jahr 1982 präsentierte Chevrolet die dritte Generation des Camaro. Diese wurde bis 1993 gebaut und zeichnete sich optisch durch ein cleaneres und zurückhaltenderes Design aus. Neben den gewohnt großvolumigen Motoren wurde auch erstmals ein Vierzylinder-Aggregat im Camaro verbaut. Man hatte auch bei Chevrolet aus der ersten Ölkrise im Jahr 1979 gelernt. Selbstverständlich wurde aber auch die Modellvariante Z28, die das andere Ende des Leistungsspektrums markierte, wieder angeboten.

Die Rolle des pace car steht dem Camaro gut – ein Blick durch die Baureihen von 1967, 1969, 1982 und 1993.

Vierte und fünfte Generation des Camaro ab 1993 und 2009

Zu den wichtigsten technischen Neuerungen der dritten Camaro-Generation zählten neben dem bereits erwähnten Vierzylinder-Motor eine effiziente Benzineinspritzung, ein Viergang-Automatikgetriebe sowie ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Diese Features führten zusammen mit einem optimierten Fahrwerk zu einer wesentlich besseren Straßenlage des Camaro. Im Jahr 1985 wurde das Sondermodell IROC-Z, benannt nach der Rennserie International Race of Champions, lanciert. Dieses zeichnete sich sowohl optisch als auch technisch durch besondere Sportlichkeit aus. Die vierte Generation des Camaro wurde von 1993 bis 2002 gebaut und sollte das vorläufige Ende des Camaro markieren. Während man technisch einiges von der Vorgängergeneration übernahm, ähnelte die vierte Generation des Camaro ihren Ahnen optisch kaum mehr. Kantige Sportlichkeit war weichgespültem Mainstream ohne Wiedererkennungswert gewichen.

Damals und heute – der Chevrolet Camaro SS als pace car von 1969 und von 2011.

2009 stieg der Camaro wie Phönix aus der Asche. Ein Design, das stark an die legendäre erste Fahrzeuggeneration erinnert und überzeugende Fahrleistungen werden dem Namen Camaro wieder gerecht. Zahlreiche Auto Angebote locken auch europäische Käufer, doch sollte man sich bei allem Interesse an diesem Fahrzeug stets darüber im Klaren sein, dass ein Camaro kein Kleinwagen, sondern dank seines V6- bzw. V8-Motors mit Fahrleistungen zwischen 305 und 432 PS ein echter Sportwagen ist.

Bilder: Hersteller / Chevrolet-GM

1 Kommentar

  1. Rock Billy   •  

    Was soll ich groß sagen…ABSOLUT GENIALES Fahrzeug! Und was steht bei uns vor der Tür? Ein Opel Astra. Manchmal braucht Mann wohl Träume 😉

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