Mercedes-Benz 300 SL – Ewiger Charmeur

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Der 300 SL und seine Technik

Mercedes-Benz 300 SL Roadster und Coupé

Betrachtet man die Karosserie und die Linie des 300 Sl wirkt diese flach wie eine Flunder. Aerodynamik stand bei den Entwicklern offenbar sehr weit oben auf der Liste. Der Rennsport durfte eher unverfälscht im Serienmodell weiterleben. Besonders auffällig ist der 300 SL im Stand und mit geöffneten Türen. Diese waren nicht zur reinen Zierde da, sondern haben eine rein konstruktiv bedingte Ursache. Die Aluminiumhaut des 300 SL spannte sich über einen Rohrrahmen, der an den Fahrzeugflanken für mehr Stabilität weit nach oben reicht – es war schlicht kein Platz für gewöhnliche Türen. So ergab sich der elegante Schwung der Türen nach oben und im englischsprachigen Raum der Spitzname „Gullwing“. Keine Türgriffe stören die Optik. Gelöst wurde dieses Konzept über einen dezenten Stab welcher aus der Karosserie schwenkt und das Schloss entriegelt, die Teleskopfeder lässt die Tür schließlich nach oben schwenken.

Mercedes-Benz 300 SL „W 198“

Sein 82 Kilogramm schwerer Gitterrohrrahmen wurde von Rudolf Uhlenhaut konstruiert und überzeugt durch hohe Stabilität bei einem geringem Gewicht. Dünne Rohre werden zu Dreiecken montiert, der fertige Rahmen ist danach extrem verwindungssteif und wird nur auf Druck und Zug beansprucht. Fahrfertig mit allen Flüssigkeiten wiegt der 300 SL 1295 Kilogramm. Als Material kommt Stahlbech zum Einsatz, Motorhaube, Kofferraumklappe, Schweller- und Türhaut werden jedoch aus Aluminium gefertigt. Wer wollte konnte noch mehr Leichtmetall ab Werk ordern. Gegen einen Aufpreis war die gesamte Karosserie aus Leichtmetall gefertigt, was weitere 80 Kilogramm an Gewicht sparte. Diese Modelle zählen mit nur 29 Exemplaren zu den besonders seltenen und gesuchten 300 SL.

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