Mercedes-Benz G4 – Dreiachsiger Geländewagen

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Die Rekonstruktion des Mercedes-Benz G4 beginnt

Die Hinterachsen des Mercedes-Benz G4 aus dem Jahre 1939.

Der Zahn der Zeit hatte am G4 wenig ausrichten können, die Substanz war erstklassig. So wurde zunächst das Verdeck demontiert und die Karosserie abgehoben, womit das Chassis freigelegt war. Nach diesem heiklen Schritt ging es ins Detail, wovon kein Bauteil ausgeschlossen war. Alle mechanischen Komponenten wurden zerlegt, gereinigt, instand gesetzt und wieder montiert. Einige Funktionen der aufwändigen Technik wurden erneuert und wieder instand gesetzt. Die Akribie wird an kleinen, unscheinbaren Bauteilen deutlich. Wo immer es möglich war, wurde jede Schraube, jeder Bolzen und jede Hülse wieder aufgearbeitet. Das innere des Auspuffs blieb bestehen, während das marode Äußere originalgetreu rekonstruiert wurde.

Die Hinterachsen des Mercedes-Benz G4 vor dem Einbau.

Alle drei Achsen des Geländewagens wurden während der Rekonstruktion komplett zerlegt und überholt. Die Antriebsmechanik zeigte sich dabei in einem guten Zustand. Dass auch Profis nicht immer jedes Werkzeug parat haben, zeigt der Einsatz einer 20-Tonnen-Presse im Mercedes-Automobilwerk Untertürkheim um die Steckwellen der Hinterachsen zu lösen. Die Zahnräder wurden danach mit Dieseltreibstoff gereinigt, um die Oberfläche sauber aber mit einem leichten Fettfilm wieder einzubauen. Danach wurde das Achsgehäuse nicht mit üblichem Schmiermittel befüllt, was einige Bauteile aus Bronze der Differentiale angegriffen hätten, sondern mit einem speziellen Mittel auf Rizinusbasis.

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