Citroën SM – Schneller „Grand Tourisme“

Citroën – widmen wir uns in diesem Artikel einer Marke, die wie keine andere die Meinungen in zwei Lager teilt. Während die eine Hälfte die Fahrzeuge für außergewöhnliche Design Ikonen hält, ist die Meinung der anderen Hälfte ziemlich genau das Gegenteil davon. Nun lässt sich das alles recht nüchtern und objektiv betrachten. Rein nüchtern betrachtet muß man den Franzosen zugestehen, daß die Formensprache eine wirklich eigene ist. Verschroben vielleicht, aber doch meist anders eben als von anderen Herstellern. Objektiv betrachtet sind natürlich das Faible für Technikspielereien zu nennen. Und da hat Citroën ganz geschickt etwas in die Köpfe der Betrachter gepflanzt: irgendwie verbindet man mit der Marke immer einen sänftengleichen Komfort und will federleicht über sämtliche Unebenheiten der Straßen gleiten.

Citroën SM – Grand Tourisme

Citroën SM bei der Präsentation auf dem Auto Salon 1970

Mit der Einleitung haben wir etwas ausgeholt, aber schließlich will so ein Thema behutsam angefasst werden. Denn der Citroën SM zählt nicht unbedingt zu den Fahrzeugen, wo jeder sofort anerkennend nickt und die Geschichte des Fahrzeuges rezitiert. Er wurde mit viel Aufwand entwickelt – nur um anschließend stillschweigend nach nur kurzer Bauzeit wieder aus dem Modellprogramm zu verschwinden. Doch springen wir zum Anfang der Geschichte des SM, diese beginnt im Jahre 1970. Für Citroën war es ein sehr erfolgreiches Jahr mit rund 700.000 verkauften Autos. Das Ego freute sich und ebnete den Weg für ein neues Projekt: das Wankelmotor-Programm.

Alfa Romeo Giulietta – Traum Coupé der 50er Jahre

Ein Auto was Sie alle wollten – gut da gibt es in der Historie einige Modelle zu nennen. Aber wenn man sich jetzt auf Alfa Romeo beschränken würde und die 50er Jahre, ja dann bleibt nur ein Modell übrig: Die Giulietta war ein Star und zeigte sich entsprechend oft in den Medien. Stars wie Audrey Hepburn, Marlon Brando und Anthony Quinn fuhren in ihren Filmen dieses Modell – bereits damals kannte man also virales Marketing. Die Zeit, an einem 19. April des Jahres 1954, schien also reif zu sein und so präsentierte Alfa Romeo auf dem Turiner Salon einen Prototypen – die Giulietta Sprint.

Alfa Romeo Giulietta – der ewig junge Alfa

Alfa Romeo Giulietta Sprint von 1954

Für die italienische Automarke Alfa Romeo war das Coupé ein wahrer Coup und so verwunderte es nicht, daß die Giulietta Automobilgeschichte geschrieben hat. Sie war ein Verkaufsschlager und dementsprechend lukrativ für Alfa Romeo. Mehr als 28.000 Coupé Kunden entschieden sich im Laufe der Jahre für eine „Julia“, darunter Hollywood-Größen wie Sofia Loren und Gina Lollobrigida. Dazu kamen noch über 131.000 Guilietta Berlina und 17.000 Giulietta Spider. Die Traditionsfirma nutzt dieses Image selbst in den heutigen Tagen noch, so treffen die Vorgänger auf ihre Nachfolger:

  • Giulietta Sprint > Alfa GT
  • Giulietta Berlina > Alfa 156
  • Giulietta Spider > Alfa Spider
  • Giulietta > Giulietta Neuauflage im Jahre 2010

Audi Ur-Quattro – Macher statt Poser

Das Konzept zum ersten Audi Quattro (auch als Ur-Quattro bekannt) war ziemlich simpel: das Fahrzeug sollte am Boden kleben und Beschleunigung effektiv umsetzen. Der damals leitende Designchef Hartmut Warkuß umschrieb das so: „Der Quattro soll nicht die Eleganz, sondern sein Können in den Vordergrund bringen.“ Und wie er damit Recht haben sollte! Fragt man heute Fans der Marke Audi nach seinem persönlichen Wunschmodell, wird mit großer Wahrscheinlichkeit eben dieser erste Audi Quattro genannt. Was ist an diesem eckigen Fahrzeug, mit denen für die 80er Jahre typischen Formen eigentlich so besonders?

Audi Quattro – irgendwie anders

Audi Ur-Quattro von 1980

Ganz nüchtern betrachtet ist das Fahrzeug nicht wirklich schön, es gab zu damaliger Zeit durchaus attraktivere Modelle im Angebot. Doch keines, was Leistung, Rennsport, Sound und diese Mystik so glaubhaft verkörperte. Von der Presse wurde der neue Star am Audi Himmel gefeiert, als Superlative bezeichnet und so kam wie es kommen musste, der Ur-Quattro wurde tatsächlich zur Legende und ist es bis heute geblieben. Das Auto muß auf einen wirken, dann zeigt sich diese ganz eigene Schönheit, welche der Betrachter durchaus verfallen kann. Denn was kam eigentlich nach dem Quattro? Es ist schwer ein Modell zu nennen, daß es schaffte in diese Fußstapfen zu treten – ein gutes Zeichen etwas wirklich einmaliges geschaffen zu haben.